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Impressum

 

 

Die Schule:

Selma-Rosenfeld-Realschule Eppingen

Berliner Ring 22

75031 Eppingen

Tel.: 07262-920600

Fax: 07262-920601

E-Mail:

selma-rosenfeld-realschule@eppingerschulen.de

 

 

Schulleitung:

RRín Silke Döll, Schulleiterin

RKRin Heike Biegel

2. RKR Benjamin Exner, 2. Konrektor

 

 

Datenschutzbeauftragter:

Datenschutzbeauftragter gemäß Art. 37 DS-GVO

datenschutzbeauftragter.Schulen@ssa-hn.kv.bwl.de

 

 

 

 

„ Der Ziellose erleidet sein Schicksal – der Zielbewusste  
  gestaltet es.“                                                  Immanuel Kant

 

Das obige Zitat von Immanuel Kant ist Richtschnur  unserer Schulentwicklung an der Selma-Rosenfeld-Realschule Eppingen.
Schule kann nicht ein statisches Element in einer sich dynamisch verändernden Gesellschaft sein. Die  Veränderungen, denen sich die Schülerinnen und Schüler  zu stellen haben, müssen deshalb von Seiten der Schule immer wieder neu in den Blick genommen werden. Dies führt dazu, dass wir auch an der Selma-Rosenfeld-Realschule in vielerlei Bezügen darüber nachdenken, was unsere Schule im Besonderen ausmacht und wie wir sie zukunftsfähig gestalten können.
Es ist uns wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler  ihre Schule - entsprechend unserem Leitbild – durchgängig als einen Lern- und Lebensraum erfahren, der sich durch gelebte Vielfalt, Menschlichkeit und Offenheit auszeichnet.


Wir sind der Meinung, Schule darf Demokratie nicht nur lehren, sondern muss sie auch leben.Das beginnt bereits mit der Führungsstruktur. Durch unseren dialogischen  Führungsstil haben wir in das hierarchische System Schule demokratische Strukturen implementiert. Sie haben Einfluss auf alle schulischen Bereiche, bei Lehrern, Eltern und Schülern. Die Führungsstruktur  dokumentiert sich im  Schulleitungsteam, das aus der Schulleitung und zwei gewählten Vertretern der Lehrerschaft besteht. Sie ist die „Denkfabrik“ unserer Schulentwicklung durch enge Verzahnung mit den Steuerungsgruppen und Arbeitsgemeinschaften. Diese Verzahnung findet ihren Ausdruck in regelmäßig stattfindenden Meilensteingesprächen.


Demokratische Strukturen haben ihre logische Fortführung in der Gestaltung der Lehrerkonferenzen. Eingeteilt in verschiedene Module werden Informationen aus den Steuerungsgruppen eigenständig von der Lehrerschaft übernommen, Meinungsbildung und Abstimmungen strikt voneinander getrennt und den Lehrern die Möglichkeit geboten, in einer sogenannten „Pädagogischen Zeitecke“ ihre für sie aktuell wichtigen Themen in der Konferenz zur Sprache zu bringen. Die Moderation der „Pädagogischen Zeitecke“  wird von einer Lehrkraft übernommen.

 

Demokratische Strukturen sollen sich aber nicht nur in der Organisation unserer Schule zeigen. Demokratie soll gelebt werden im Miteinander aller am Schulleben beteiligten Personen: Lehrer, Eltern und Schüler. Deshalb haben wir 2005 das systemische Schulkonzepts der "Sozialwirksamen Schule"  auf der Basis der Überlegungen des Schulentwicklers Dr. Hopf aus München entwickelt. Im Zentrum stehen dabei die Sozialwirksamkeit und ein gemeinsames Erziehungskonzept, das wir „Authentische Erziehung“ nennen.

Die an unserer Schule praktizierte authentische  Erziehung (der Begriff Beziehung wäre treffender) sieht ihr Ziel vorrangig darin, eine soziale Stabilität mit gelingenden Beziehungen zu schaffen. In einem Informationsabend zu Schuljahresbeginn werden die Eltern über diesen Weg informiert mit dem Ziel, Grundstrukturen auch in die häusliche Erziehung mit zu übernehmen. Schüler, Lehrer und auch Eltern müssen sich an einer Schule wohl und aufgehoben fühlen. Erst dann kann in der Schule erfolgreich gearbeitet werden.

 

Wenn das Ziel jeglichen Er- und Beziehungsgeschehens innerhalb der Schule die Förderung der Lernenden hin zum mündigen Bürger ist, so hat dies unter anderem Folgendes zu bedeuten: Beziehung ist immer systemisch zu denken – alles hängt mit allem zusammen – nichts steht für sich unabhängig. Dieses Wissen setzt die Arbeit auf drei verschiedenen Ebenen voraus, die sich in ständigem Abgleich miteinander befinden:

 

Schulebene
Als sozialwirksame Schule ist die Realschule Eppingen bemüht, Schüler und Eltern so gut es geht in das Schulgeschehen einzubinden und sie an Entscheidungsprozessen der Schule teilhaben zu lassen. Somit wird ihnen das Gefühl vermittelt, dass die Schule an ihnen interessiert ist, sie wertschätzt und ernst nimmt.
Der musisch-kreative Schwerpunkt  hat auf dieser Ebene die  Persönlichkeits- und Sozialentwicklung unserer Schüler als Ziel. Die musischen Begabungen der Schüler  werden durch Musicals, Big-Band, JCO,  Tanz-, Bildhauer- und  Grafitti-AG gefordert und gefördert.
Das übergeordnete Ziel unserer offenen Ganztagesschule ist, die Kinder und Jugendlichen, die nachmittags alleine zu Hause wären, zu betreuen und zu fördern. Dies geschieht zum Beispiel  anhand von Versorgung (Mittagstisch), themenorientierten Projekten, Unterstützung der Kinder und Jugendlichen durch pädagogische Gespräche und Beratung oder auch durch Hilfestellung bei der Ausführung von Hausaufgaben.

Beispielhafte Aktivitäten dieser Ebene sind unter anderem:  Schulversammlungen, runde Tische zum Thema Prävention mit Lehrern, Lernenden und Eltern, Schulsozialarbeit, Paten, Streitschlichter, Pausenhelfer, „Wilde Kerle“, Schülermentoren oder auch  Neigungsgruppen im Sport.

Klassenebene
Ein weiterer Baustein der sozialwirksamen Schule ist die Klassenebene. Exemplarisch hierfür steht das Programm der „Weichen Landung“.
Hinter diesem Namen verbirgt sich die erste Schulwoche der neuen Fünftklässler, die in dieser Zeit nur von ihrem Klassenlehrer unterrichtet werden. Die „Weiche Landung“ sieht vor, dass die Schüler behutsam in die neue Schule aufgenommen und in ihre jeweiligen
Klassen integriert werden.
Weitere Aktivitäten auf diesem Feld sind unter anderem: Klassenrat, Klassenlehrerverfügungsstunde, kritische Medienerziehung, „Stark fürs Leben“

Individualebene
Auf dieser Ebene spielt die Schulsozialarbeit eine entscheidende Rolle. Sie hilft bei der Vernetzung der Schule mit für Kinder und Jugendlichen relevanten Einrichtungen im Gemeinwesen wie der Offenen Hilfe für Behinderte, dem Jugendamt und der JuLe (Schulsozialarbeit und Jugendhilfe im Lebensfeld).
Um jeden Schüler ab Klasse fünf in seinem Lernprozess zu begleiten, wird er nach dem Ergebnis seiner Leistungsstanderhebung  individuell im Rahmen eines auf ihn zugeschnittenen Förderkonzepts unterstützt. Jeder einzelne Schüler soll sich in der Schule aufgehoben und betreut fühlen. So werden zukünftig Lerncoaches über die ganzen sechs Jahre hinweg vertrauensvolle Lernbegleiter der Schüler sein. Weitere Aktivitäten: Förderkonzept, Elemente des individuellen Lernens.

Damit vorab beschriebenes Geschehen gelingen kann, bedarf es einer Basis, die ebenfalls in dem Konzept der sozialwirksamen Schule begründet liegt.
Sozial – im eigentlichen Sinne Gemeinschaft – kann nur gelebt werden, wenn all das, was sich ereignet, so unvorhergesehen dies auch oft ist, auf einem unerschütterlichen Fundament stattfinden kann. Auf einem Konsens, der von jedem der daran Beteiligten, getragen wird:
Eine Übereinstimmung gemeinsamer Werte, aufgrund derer Leben dann gestaltet werden kann,  in aller möglichen Verantwortung dem Nächsten gegenüber.
Die in unserem Leitbild verankerten Werte sind:

 

Mit dem vorab Beschriebenen versuchen wir Beziehung an unserer Schule nicht nur stattfinden zu lassen, sondern auch zu gelingender Beziehung werden zu lassen.
Dies alles wird getragen von dem Bewusstsein, dass Nichts als etwas in sich Abgeschlossenes jemals betrachtet werden kann oder darf. Dieses Wissen bedeutet jeden Tag aufs Neue große Anstrengung, die aber von Nöten ist, um das Prozessgeschehen stattfinden zu lassen, das für ein Leben in Gemeinschaft unabdingbar ist.

Das Ausgeführte beabsichtigt unter anderem, Außenstehenden zu ermöglichen, die komplexen Aktivitäten unseres Schullebens mit unserem Ziel abzugleichen.
Das Gleiche versuchen wir jedesmal dann zu leisten, wenn  wir uns selbst immer wieder hinterfragen, ob beabsichtigte Aktivitäten gelindes Beziehungsgeschehen – sprich Gemeinschaft – fördern.


All unsere Bemühungen, uns dem vorab Beschriebenen immer wieder Schritt für Schritt aufs Neue  anzunähern, gründet nicht nur ausschließ-lich auf innerer Überzeugung, sondern auch auf wissenschaftlich fundierten Untersuchungen.

 

 

„Nicht räumliche, technische
oder finanzielle Ausstattung,
sondern die soziale Organisation
macht signifikante Unterschiede
in der Qualität einer Schule aus.“
                                                                                  Rutter

 

 

Wolfgang Neumann
Schulleiter